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Die Pfarre Klein - Pfarrkirche Hl. Georg in Großklein
Diözese Graz Seckau - Bezirk Leibnitz, Steiermark
Waren es aus prähistorischer Zeit archäologische Funde, so sind es seit dem Hochmittelalter schriftliche Quellen, die etwas Licht in das Dunkel der Geschichte von Klein bringen.
Am 7. September 1170 beurkundete und bestätigte der Salzburger Erzbischof Adalbert II. der Pfarre Leibnitz deren Besitzungen. Als eine zur Pfarre gehörige Tochter- bzw. Filialkirche wird in der Urkunde die "in klvne sancti Georgii" genannt. Die Ortschaft Klein und die dem hl. Georg geweihte Kirche sind demnach erstmals 1170 urkundlich nachweisbar.
Mit zunehmender Bevölkerung und wirtschaftlichem Ausbau des Landes wurden die in der Kolonisationszeit entstandenen Pfarren im Interesse einer besseren seelsorglichen Betreuung in kleinere Gebietssprengel unterteilt. So entstanden im Spätmittelalter aus der "Mutterpfarre" Leibnitz eine Reihe neuer Pfarren: Gamlitz, Leutschach, St. Johann im Saggautal, Eibiswald und St. Nikolai im Sausal. Das Gebiet von Großklein gehörte zum überwiegenden Teil zur Pfarre St. Johann i.S., die Georgskirche war nun durch etwa 500 Jahre eine von der Pfarrkirche St. Johann abhängige Filialkirche. Die Pfarrgeistlichkeit von St. Johann war lediglich verpflichtet, jeden zweiten Sonntag und zu den Hochfesten des Kirchenjahres in Großklein mit der Bevölkerung Gottesdienste zu feiern, auch Ehen durften hier geschlossen und die Toten im Kirchhof begraben werden. Das Sakrament der Taufe hingegen war alleiniges Vorrecht der Pfarrkirche.
Dieses und andere, ausschließlich Pfarrkirchen vorbehaltene Rechte erlangte die Georgskirche erst im Jahr 1787. Im Zuge der sogenannten Josephinischen Pfarrregulierung wurde durch ein kaiserliches Dekret vom 2. Dezember 1787 die selbständige Pfarre Klein geschaffen und die bisherige Filialkirche in den Rang einer Pfarrkirche erhoben. Der erhebliche Teil des neuen Pfarrsprengels wurde von dem von St. Johann i.S. abgetrennt, auch von den Pfarren Leibnitz und Leutschach kamen Randgebiete zu Klein. Nach einem bischöflichen Visitationsbericht aus dem Jahr 1827 hatte die Pfarre Klein damals 2279 Einwohner. Die Zahl entspricht annähernd auch der heutigen Pfarrbevölkerung.
Von 1787 bis heute standen 13 Pfarrer der Pfarre vor, seit 1977 haben die Grazer Schulschwestern einen maßgeblichen Teil der pfarrlichen Arbeit und Seelsorge übernommen. |
Die Pfarrherren in der Pfarre Klein
Pfarrer wirksam von bis:
Vinzenz Martin Wittmeier 1787 - 1827
Franz H. WERNER 1827 - 1836
Provisor Josef Hirschmann 1836 - 1837
Josef Springer 1837 - 1859
Jakob Hugowitsch 1859 - 1865
Paul Rucker 1865 - 1881
Josef Stelzl 1881 - 1895
Franz Krätzl 1895 - 1911
Franz Savel 1911 - 1925
Josef Süß 1925 - 1942
Karl Winkler 1942 - 1955
Josef Müller 1955 - 1977
Am Ostermontag, dem 11. April 1977, starb Geistlicher Rat Josef Müller. Am 15. Mai gab der damalige Diözesanbischof Johann Weber der Bevölkerung der Pfarre Klein bekannt, dass sie in Zukunft ohne Pfarrer sein werde. Im Jahre 1978 wurde schließlich Pfarrer Johann Puntigam aus St. Johann i.S. zum Pfarr-Provisor ernannt. Die Sonntagsgottesdienste wurden vermehrt von Prof. Helmut Schlacher aus Graz, welcher glücklicher Weise in unserer Pfarrgemeinde ein Haus bewohnt, zelebriert.
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Nach einem Unfall im Februar 2004 gab Pfarrer Johann Puntigam die Verantwortung der Pfarre Klein ab. Dennoch muss die Pfarre glücklicher Weise nicht ohne "Hirten" auskommen.
Seit Mai 2004 hat Prof. Helmut Schlacher (Foto rechts) offiziell als Pfarr-Provisor die Verantwortung für die Pfarre übernommen.
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Der Hl. Georg - Pfarrpatron von Klein
In der Urkirche war es üblich, die Gotteshäuser nach dem Namen der dort begrabenen Märtyrer zu unterscheiden. Daraus entwickelte sich im Mittelalter der Brauch, jede Kirche einem bestimmten Heiligen oder Märtyrer zu weihen.
Der hl. Georg war im Mittelalter ein besonders verehrter Heiliger, weshalb er häufig als Kirchenpatron gewählt wurde. Ein Georgs-Patrozinium deutet in der Regel auf Bestand der betreffenden Kirche bereits im Mittelalter hin, was sich im Falle von Großklein bestätigen lässt.
Über das tatsächliche Leben des hl. Georg gibt es keinen Nachweis. Er soll aus Kappadokien in Kleinasien gestammt und ein hoher römischer Offizier gewesen sein. Wegen seiner christlichen Glaubensüberzeugung soll er gefoltert und schließlich im Jahr 303 geköpft worden sein. In der Legende befreit er eine Königstochter und eine ganze Stadt von einem Drachen, der alle Bewohner zu verschlingen drohte. Als Gegenleistung für die Vernichtung des Drachens verlangte Georg die Bekehrung aller zum christlichen Glauben. Der hl. Georg gilt als Kämpfer gegen das Böse und als Besieger des Teufels. Seine Verehrung ist seit dem 7. Jahrhundert nachweisbar, er gilt als Schutzheiliger für die Soldaten, Ritter und Kreuzfahrer, er ist auch der Patron der Bauern, des Viehs, vor allem der Pferde, er gilt als Fürsprecher der armen Seelen im Fegefeuer und als Schutzheiliger der Spitäler. |
Baugeschichte und Baubeschreibung der Kirche
Die in erhöhter Lage über dem Saggautal auf beengtem Terrain im Kirchort Großklein gelegene Georgskirche stammt in ihrem äußeren Erscheinungsbild aus dem späten 17. Jahrhundert. Der Außenbau zeigt sich ungegliedert mit einfacher spitzgiebeliger Westfassade, über deren Westportal ein 1958 entstandenes Sgraffito des hl. Georg von Toni Hafner angebracht ist.
Die runde Apsis wird durch Lisenen gegliedert. Der viergeschossige, auf eigenen Fundamenten stehende Turm im nördlichen Chorwinkel mit Spitzzwiebeldach ist in seiner Bausubstanz alter als die Kirche und stammt möglicherweise aus der romanischen Zeit.
Über Größe, Aussehen und über den genauen Standort der in der Urkunde von 1170 genannten "capella" ist nichts bekannt. Vergleichsbeispiele aus anderen Gegenden lassen den Schluss zu, dass die Georgskirche noch im Hochmittelalter ein Holzbau gewesen ist, wie er dem damaligen Typus vieler Landkirchen entsprach.
Den ersten baugeschichtlichen Hinweis auf den heutigen Bau bietet der Mauerstein links neben dem Haupteingang, in dem die Jahreszahl 1445 eingemeißelt ist. Das Schriftbild der Ziffern entspricht nicht dem 15., sondern eher dem 19. Jahrhundert. Der Stein muss deswegen keine Fälschung sein. Es ist durchaus denkbar, dass die ursprünglich vorhandene, aber bereits verwitterte Jahreszahl 1445 bei einer späteren Kirchenrenovierung erneuert wurde.
Sollte die Kirche tatsächlich im 15. Jahrhundert gebaut worden sein, dann hat es sich dabei wohl um einen gotischen Bau gehandelt, von dem sich zumindest äußerlich sichtbar nichts erhalten hat.
Die ersten konkreten Nachrichten über Bauzustand und Bauausstattung stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert. 1607 wird in einem Visitationsbericht vermerkt, dass es in der Kirche drei Altäre gibt. Einer davon sollte entfernt und stattdessen eine Kanzel errichtet werden. Der Friedhof umgab bereits damals die Kirche.
Im Visitationsprotokoll des Seckauer Bischofs Jakob Eberlein aus dem Jahr 1617 werden im Bereich des Presbyteriums - für gotische Kirchen typisch - mehrere Fenster erwähnt. Solche typischen gotischen Stilmerkmale wie Strebepfeiler, Rippengewölbe, Fenster und Torbögen sind beim heutigen Kirchenbau nicht mehr sichtbar.
Über den Neu- bzw. Umbau der heutigen Kirche gibt es keine schriftlichen Nachrichten. Indizien sprechen immerhin dafür, dass der steirische Barockbaumeister Jakob Schmerlaib, der von 1675 bis 1710 in Leibnitz seinen Wohnsitz hatte, am Bau der Kirche beteiligt war. In seinem Testament aus dem Jahre 1710 verfügte er nämlich eine Mess-Stiftung über 2000 Gulden zur Filialkirche Klein, damit hier öfter als bisher Gottesdienste gefeiert werden könnten. In einem Visitationsbericht von 1738 ist vermerkt, dass alljährlich zu Pfingsten eine hl. Messe "pro fundatore Jacobo Schmerlaib" gefeiert wird. |
Spätere bauliche Veränderungen betrafen den Kirchturm, der 1909 zur besseren Unterbringung der Glocken um 11 m erhöht wurde. 1927 wurde die Sakristei mit Oratorium ("Hockerlboden") an der Südseite neu gebaut.
Im Zuge der letzten Innen- und Außenrenovierung 1982 bzw. 1984 wurden mehrere kleine bauliche Veränderungen durchgeführt, so wurde u.a. der rechte Seiteneingang zugemauert, eine 1888 entstandene Lourdesgrotte entfernt und stattdessen das "Christopherus-Fenster" ausgebrochen, der Eingang in die Beichtkammer erweitert, der hölzerne Aufgang zum Turm wurde entfernt und stattdessen ein Zugang über die neue Sakristei geschaffen. Seither ist in einer Nische neben dem Seiteneingang auch die Darstellung des hl. Alexius (griech.: Verteidiger, Beistand und Helfer) untergebracht. Unerkannt hatte der im 5. Jahrhundert in Edessa lebende Heilige sein Leben als Bettler unter der Treppe seines Elternhauses zugebracht und war erst nach seinem Tode erkannt worden. Mit Pilgermuschel und hier fehlender Treppe ist er der Patron der Bettler und Pilger.
Das Kircheninnere ist ein dreijochiger, einschiffiger Raum. Die Wände werden von flachen gestuften Wandpfeilern mit kräftig durchgebildeten Gesimskapitellen gegliedert, über denen das Gewölbe ansetzt. Im westlichen Eingangsjoch ist als Besonderheit dieses Gotteshauses eine zweigeschossige Empore eingefügt, die um 1901 mit Gusseisenpfeilern in den Kirchenraum vergrößert wurde. Gleichzeitig wurde der Zugang zum Unterchor an die Außenseite der Kirche verlegt.
An der Ostseite ist an das Langhaus ein zweijöchiger, etwas schmälerer Chor mit Halbkreisabschluss angefügt. |
Hochaltar
1790 richtete der erste Pfarrer von Klein, Vinzenz Martin Wittmeier, ein Ansuchen an das Gubernium in Graz, worin er um die Überlassung eines Altares aus der unter Kaiser Joseph II. aufgelassenen Dominikanerkirche in Pettau ersuchte, da der Hochaltar in Klein vermorscht und wurmstichig war. Grubernium und Bischof stimmten zu, sodass man trotz fehlender weiterer Quellen annehmen kann, dass der Altaraufbau aus Pettau nach Klein transportiert und hier als der heutige, wenngleich sicher modifiziert, aufgestellt wurde. Das um 1770/80 entstandene Altarbild zeit die Aufnahme des hl. Georg in den Himmel. Er kniet mit Lanze und Drachen auf einer Wolke, den Blick auf die ebenfalls kniende Maria gerichtet. Ein Engel reicht ihm den Palmzweig für das erlittene Martyrium. Im Scheitel thronen Christus und Gottvater, die jeweils einen Fuß auf die Weltkugel gestützt haben. Zwischen beiden schwebt die Taube des Hl. Geistes. Markant hält Gottvater in seiner Rechten zwei gekreuzte Pfeile - Zeichen seiner göttlichen Macht und strafenden Gerechtigkeit. Während sich links unten eine Prozession der Kirche nähert, halten die Heiligen Fürsprache für die Menschheit unter Verweis auf das eigene Leiden, indem Sebastian und Maria Pfeile empor reichen und um Abwendung aller Nöte flehen.
Flankiert wird das Bild von den Statuen der hl. Barbara und Katharina, die in der Art des Marburger Bildhauers Josef Holzinger gefertigt sind. Das Oberbild zeigt das Martyrium des hl. Sebastian, umgeben von plastischen Engelsdarstellungen.
Der Tabernakel wurde 1838 angeschafft und zeigt auf seiner Tür Christus beim Brotbrechen in Emmaus.
An den Seiten des Hochaltares stehen im Chor vier Statuen auf Konsolen: Der hl. Franz Xaver, als Jesuit mit Pilgermuschel und Predigerkreuz, wurde urkundlich 1765 von Veit Königer geschaffen. Die hl. Jungfrau Apollonia erlitt um die Mitte des 3. Jahrhunderts ihr Martyrium, bei dem ihr alle Zähne ausgerissen wurden. Als Patronin gegen alle Zahnleiden wird sie daher mit einer Zange dargestellt. Ihr gegenüber steht die hl. Lucia, die "Lichtvolle". Ihr Martyrium wird um das Jahr 303 angenommen, wo sie nach grausamen Martern - u.a. sollen ihr die Augen ausgestochen worden sein, Gott machte sic aber wieder sehend - durch das Schwert hingerichtet wurde. Rund um den Lucenientag, den 13. Dezember, rankt sich zahlreiches Brauchtum, und bis zur gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 galt dieser Tag als Mittwintertag. Beide Statuen entstanden in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der hl. Florian als Patron gegen Feuer besaß und besitzt für die ländliche Bevölkerung sehr große Bedeutung. Den Mittelpunkt der feiernden Gemeinde bildet der tischförmige Hauptaltar auf vier Steinsäulchen. Er wurde 1982 im Zuge der Innenrenovierung aus Teilen der ehemaligen Hochaltarmensa errichtet.
An der rechten Seite hat seit damals auch die um 1720/30 entstandene Kanzel ihren Platz gefunden. Der fünfseitige, durch Säulchen gegliederte Korb zeigt die Darstellungen der vier Evangelisten, von denen Lukas beim Malen seines Marienbildes vom Typus des Mariahilfer Gnadenbildes gezeigt wird. Die fünfte Darstellung zeigt einen Kirchenlehrer. Der Einfache Schalldeckel wird durch Flammenvasen akzentuiert.
An der Nordseite des Langhauses steht heute der Altar der Hl. Familie - ehemals Josefs-Altar - mit seinem Aufbau aus dem 1. Drittel des 18. Jahrhunderts. Das Altarbild zeigt einen sogenannten Heiligen Wandel, das ist die Rückkehr von Maria, Josef und dem siebenjährigen Jesusknaben aus Ägypten. Das Bild ist rechts unten mit Franz Krainer 1844 bezeichnet. Das ovale Oberbild zeigt den thronenden Gottvater. Bemerkenswert sind die beiden Reliefkartuschen, die Katharina, umgeben von wilden Tieren, sowie die Marter der Heiligen wiedergeben.
Statt des bis zur Innenrenovierung 1982 an der Südseite stehenden Marienaltares wurde, da die Kirche sehr düster war, ein dahinterliegendes Fenster geöffnet. Die ehemals im Zentrum stehende Lourdes-Madonna steht nun am Eingang zur Turmkapelle. Sie wurde 1888 von Jakob Gschiel sen. und Johann Wiwoda gemeinsam mit einer Lourdes-Grotte angefertigt. Auf diesem Seitenaltar standen bis 1982 die heute im Chor befindlichen Statuen der hl. Apollonia und Lucia.
Der Franz-Xaver-Altar in der nordseitigen Turmkapelle stammt aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Mittelbild zeigt den Tod des Heiligen, der als Jesuitenmíssionar in Indien und Japan tätig war und 1552 in der Bucht von Kanton beim Versuch, auch in China zu missionieren, starb. Über dem Sterbenden vor der Meereslandschaft schwebt ein Engel, der aus einem Korb Kreuze streut. Seitlich des Bildes stehen die Statuen der hl. Notburga und Isidor, der Patrone des Bauernstandes.
In der Kapelle befinden sich zudem noch die Darstellungen von Anna und Maria sowie der 1917 von der Grödener Firma Productiva gefertigte hl. Josef. Die gleiche Firma lieferte auch die im Langhaus befindlichen Kreuzwegreliefs.
Der Aufsatz des steinernen Taufbeckens zeigt den Missionar Franz Xaver bei der Taufe eines Inders.
Die Statue des hl. Judas Thaddäus als Patron in schweren Anliegen und aussichtslosen Lagen wurde in den 50ger Jahren vom Bildhauer Hans Neuböck geschaffen.
Nach mehreren Reparaturen der vermutlich barocken, jedoch bereits fast unbrauchbaren Orgel wurde im Zuge der Erweiterung der Westemporen 1901 von Konrad Hopferwieser eine neue Orgel mit einem einfachen historisierenden Prospekt erworben.
An bildnerischem Schmuck der Kirche sind die Gewölbemalereien zu erwähnen, die 1946 vom Malermeister Albin Reiter angebracht wurden. Außer den Evangelisten sind im Presbyterium die hl. Katharina von Siena, Antonius von Padua, Elisabeth von Thüringen und Konrad von Parzham sowie Cäcilia und David über dem Orgelchor wiedergegeben.
Die Glasfenster im Presbyterium wurden 1882 um 321 Gulden von Karl Schimmel in Graz angekauft. Die erste steiermärkische Glasmanufaktur Ferdinand Koller lieferte 1905 für jeweils 1000 Kronen das Dreifaltigkeitsfenster sowie das Fenster mit dem Gnadenbild von Maria Rehkogel. Das letzte, 1982 wieder geöffnete Fenster wurde mit einer Darstellung des hl. Christophorus ausgestatte. |
| Das pfarrliche Leben heute |
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Dass Pfarrseelsorge und Arbeit in einer Pfarrgemeinde durchaus Spass machen und dennoch sinnvoll sein kann, unterstreichen einige Fakten: Viele Feste werden gefeiert, das gehört dazu, denn es geht auch darum, dem zu feiernden würdig zu begegnen und für später ein denkwürdiges Zeichen dieser Feier zu hinterlassen sowie die Gemeinschaft zu pflegen. Unsere Pfarrsommerfeste zum Beispiel laufen immer unter einem besonderen Namen und Zeichen: Pfarr-Pflasterfest, Pfarr-Glockenfest usw. So dreht sich nicht nur im Herbst, wenn der Sturm getrunken wird, sondern auch beim Pfarrfest alles, wenn das Pfarr-Rad nicht still steht, weil alle etwas gewinnen wollen oder einfach nur ihre Freude daran haben.
Ein anderes Phänomen ist die Saalsuche vor den Pfarrgemeinderatssitzungen. Schließlich müssen Sitzplätze für 110 Pfarrgemeinderatsmitglieder gefunden werden. Alle arbeiten fleißig und gerne mit. Auch unsere Ministranten. Die Karwoche ist für diese (33 Mädchen und Buben) immer eine anstrengende Zeit. Aber spätestens nach der Probe am Karfreitag Vormittag ist alle Anspannung vergessen, wenn es auf den Turm zur großen Ratsche geht. Die Ratsche wurde sogar schon im Diözesanmuseum ausgestellt. |
Ein weiteres Aushängeschild unserer Pfarre ist der Kirchenchor unter der Leitung von Frau Adelheid Knippitsch. Der Chor verwöhnt die Kleiner immer wieder mit festlichen Gottesdiensten. So freuen sich jedes Jahr schon alle auf den Cäcilien-Sonntag, den Tag der Kirchenmusik. Geigen, Klarinetten, Trompeten etc. sowie die 35 Mitglieder des Kirchenchores füllen den Chorraum in der Kleiner Kirche. Nicht nur klassische Musik wie Bach, Brahms Mozart oder Händel werden zur Aufführung gebracht sondern auch manch moderne Komposition sowie Gustostückerln, die von der Chorleiterin selbst komponiert wurden. Und - was in vielen Pfarren nicht mehr möglich ist - auch die Begräbnisse werden stets durch die Gesänge des Chors feierlich untermalt. |
Doch schließlich geht es nicht nur ums Feiern und den Kunstgenuss: Viele Bittprozessionen werden gepflegt genauso wie das Herbergsuchen in den einzelnen Ortschaften, so fällt uns der Auftrag zu beten, leichter. Weiters gibt es in den 14 winterlichen Dorfrunden immer etwas zu hören, zu sehen, zu reden und auch zu tun. Die Pfarre hat zwar Gott sei Dank zwei rührige Pfarrschwestern, welche Pfarrprovisor Helmut Schlacher einen Großteil der pastoralen Arbeit abnehmen.
Doch das ist noch lange nicht alles: Die Pfarre hat nicht nur einen äußerst gepflegten Friedhof, sondern auch stets eine offene Tür für alle. Seit 1. September 1977 wurden stets zwei geistliche Schwestern als Pfarrschwestern an die Pfarre Klein entsandt. Von Anfang an dabei: Sr. Luitgardis Wonisch, welche ihren Dienst an der Pfarre Klein im September 1992 beendete. Sr. Claudia Wendler war seit 1977 bis September 2007 unermüdlich für die Pfarre Klein tätig. Unterstützt wurde sie dabei von September 1992 bis September 1995 von Sr. Hedwig Sudy. Ab 1995 stand ihr Sr. Walpurga Schett zur Seite. Am 7.9.2008 wurde unsere neue Pfarrschwester Carina Klammer feierlich in ihr Amt eingeführt. Die beiden "pastoralen Mitarbeiterinnen" Sr. Carina und Sr. Walburga werden tatkräftig durch Pfarrsekretärin Hildegard Ulbing unterstützt. Das offene Pfarrhaus mit seinen liebenswerten und gastfreundlichen Schwestern macht die Pfarre Klein zu dem, was wir alle so sehr schätzen: Zu einer Gemeinschaft, in der man sich auch gerne engagiert und in der man sich vor allem wohlfühlt. |
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| Sr. Walpurga Schett |
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Sr. Carina Klammer |
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Pfarrsekretärin Hildegard Ulbing |
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